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Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten nur zu den in dieser Datenschutzerklärung genannten Zwecken. Eine Übermittlung Ihrer persönlichen Daten an Dritte zu anderen als den genannten Zwecken findet nicht statt. Wir geben Ihre persönlichen Daten nur an Dritte weiter, wenn:

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Löschung bzw. Sperrung der Daten

Wir halten uns an die Grundsätze der Datenvermeidung und Datensparsamkeit. Wir speichern Ihre personenbezogenen Daten daher nur so lange, wie dies zur Erreichung der hier genannten Zwecke erforderlich ist oder wie es die vom Gesetzgeber vorgesehenen vielfältigen Speicherfristen vorsehen. Nach Fortfall des jeweiligen Zweckes bzw. Ablauf dieser Fristen werden die entsprechenden Daten routinemäßig und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gesperrt oder gelöscht.

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Änderung unserer Datenschutzbestimmungen

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Fragen an den Datenschutzbeauftragten

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Prof. Dr. Urs Brügger,
Präsident des Verwaltungsrats

Das Jahr 2025 war für mich persönlich ein besonderes: Im Januar durfte ich das Präsidium des Verwaltungsrats der Forel Klinik von Gitti Hug übernehmen. Der Einstieg wurde mir durch die sorgfältige Übergabe und die offene Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat sehr erleichtert. Rasch wurde mir aber auch deutlich, wie anspruchsvoll und zugleich sinnstiftend die Aufgabe in einem Umfeld ist, das fachlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich gleichermassen gefordert ist.

Besonders eindrücklich waren für mich die direkten Einblicke in den Klinikalltag – Begegnungen mit Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden, die tagtäglich engagierte und hochprofessionelle Arbeit leisten. Sie machen den Kern der Forel Klinik aus.

2025 war in mehrfacher Hinsicht ein wichtiges Jahr. Erfreulich ist insbesondere die Erweiterung des Leistungsauftrags auf die Behandlung von Menschen ab 65 Jahren. Damit wird eine Versorgungslücke geschlossen und ein bedeutender Beitrag zur bedarfsgerechten Behandlung einer wachsenden Patientengruppe geleistet.

Gleichzeitig zeigte sich einmal mehr die zunehmende Bedeutung der Kostenrealität – nicht nur im stationären, sondern auch im ausserstationären Bereich. Es ist ein Erfolg, dass es gelungen ist, die Angebote am Standort Zürich weiterzuentwickeln und deren wirtschaftliche Basis zu verbessern. Dennoch bleiben strukturelle Herausforderungen bestehen: Die Finanzierung ausserkantonaler Patientinnen und Patienten im ausserstationären Setting ist weiterhin nicht gesichert. Dies führt zu systematischen Ungleichbehandlungen und unterbricht in der Praxis oft die notwendige Kontinuität der Behandlung. Aus Sicht der Versorgung entsteht damit eine strukturelle Versorgungslücke, die einer überkantonalen Lösung bedarf.

Gerade im Übergang vom stationären in den ambulanten Bereich zeigt sich, wie fragil die Versorgungskette trotz fachlicher Fortschritte bleibt. Aus Sicht der Versorgung ist dieser Zustand nicht haltbar. Es braucht überkantonale Lösungen, die eine durchgängige Behandlung unabhängig vom Wohnort ermöglichen.

Neben diesen Rahmenbedingungen konnte die Klinik auch 2025 wichtige fachliche und organisatorische Fortschritte erzielen. Projekte zur Weiterentwicklung des Behandlungsangebots, zur Stärkung der interprofessionellen Zusammenarbeit sowie zur Förderung einer gemeinsamen therapeutischen Haltung zeigen Wirkung. Sie tragen dazu bei, die hohe Qualität der Behandlung langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.

Die Forel Klinik bewegt sich damit weiterhin in einem Spannungsfeld zwischen medizinischem Anspruch, gesellschaftlichem Auftrag und wirtschaftlichen Realitäten. Dieses Gleichgewicht zu halten, bleibt eine zentrale Aufgabe von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung.

Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden für ihren täglichen Einsatz, ihre Fachkompetenz und ihre Haltung gegenüber den Patientinnen und Patienten. Ebenso danke ich der Geschäftsleitung und meinen Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.

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v.l.n.r: Thomas Maier, Ärztliche Leitung, Christian Lorenz, Leitung Medizinisch-Therapeutischer Bereich, Nanda Samimi, CEO

Aus der Klinik

Als attraktive und engagierte Arbeitgeberin stets am Ball

Human Resources hat zwei neue Themen vorangetrieben. Mit einem breiten Spektrum an Angeboten zur betrieblichen Gesundheitsförderung ist am Standort Ellikon ein guter Start gelungen. Mitarbeitende gestalten Formate wie Entspannung und Stressmanagement oder Walk ’n‘ Stretch aktiv mit und tragen damit zu einer lebendigen und eigenverantwortlichen Gesundheitskultur bei. Andere Formate sind offene Treffpunkte für gemeinsame Aktivitäten wie z. B. Pingpong oder Planks. Nächstes Jahr ist die Programmerweiterung für die Mitarbeitenden in Zürich vorgesehen. Parallel dazu wurde mit einer internen, modularen Kaderschulung ein gemeinsames Führungsverständnis gestärkt. Die sieben Module greifen gezielt klinikspezifische Anforderungen auf und schaffen eine verbindliche Grundlage für Führung im Alltag. So möchten wir einen auf unsere Anforderungen ausgerich.

Konstante Fortschritte in allen Abteilungen der Betriebe

Mit dem Zusatzprojekt EIP+ wurden wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung der Infrastruktur geschaffen. Die Planung des Verbindungsgebäudes Buche–Aspi markiert dabei einen weiteren Schritt in der langfristigen Arealentwicklung. Sichtbar wurde der Fortschritt auch im Haus Platane: Der Umbau und die Neumöblierung im Rahmen des Projekts Piano stehen exemplarisch für die Verbindung von baulicher Entwicklung und inhaltlicher Weiterentwicklung des medizinisch-therapeutischen Angebots. Auch im Aussenraum wurden gezielt Akzente gesetzt – etwa mit dem neu geschaffenen Naturzeitpfad rund um das Patientenhaus Salix und einem neuen Pizzaofen am Weiherareal. Solche Elemente erweitern das therapeutische Umfeld und stärken die Qualität des Aufenthalts über die eigentliche Behandlung hinaus. Auch in Zürich wurde fortlaufend an Raum- und Ablaufoptimierungen gearbeitet, was ebenso Umbauarbeiten mit sich zog. In drei der vier Abteilungen des Bereichs Betriebe erfolgten Wechsel in der Leitung, und damit gleichzeitig ein Generationenwechsel in der Führung. Diverse externe Kontrollen und Audits wurden erfolgreich bestanden, etwa durch das Arbeitsinspektorat, das Bauamt, die Feuerpolizei, das Lebensmittelinspektorat sowie im Rahmen von Hygienekontrollen. In der Hauswirtschaft wurde ein neues Qualitätskonzept für die Reinigung eingeführt und in der Gastronomie die Nachhaltigkeit bei Einkauf und Zubereitung, ebenso wurden ergonomische Massnahmen weiter gefördert.

Systematische Verankerung von Verbesserungen

Aus der Unternehmensentwicklung heraus wurde von zwei Seiten daran gearbeitet, das Thema Verbesserungen in der Organisation stärker zu etablieren. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) wurde breit kommuniziert und durch die Einführung von KVP-Boards im Alltag verankert. Damit werden Verbesserungen systematischer sichtbar gemacht und kontinuierlich weiterentwickelt. Auch die Möglichkeit, sich einem internen Audit zu unterziehen, wurde neu geschaffen und bereits genutzt. Damit wurde ein zusätzlicher Rahmen für Reflexion, Qualitätssicherung und gezielte Weiterentwicklung geschaffen.
Um uns im Bereich Digitalisierung besser mit anderen Spitälern im Kanton Zürich zu vergleichen, haben wir die vom VZK entwickelte Plattform zur Reifegradmessung genutzt. Mit dem ersten Durchlauf liegt die Forel Klinik im mittleren Bereich des Gesamtspektrums, was für ein KMU eine solide Ausgangslage darstellt und gleichzeitig weiteres Entwicklungspotenzial sichtbar macht.

Trotz dieser Fortschritte zeigen sich in der Versorgung weiterhin strukturelle Grenzen.

Spannungsfeld in der Versorgung

Einerseits gelang es, den positiven Beschluss des Regierungsrats des Kantons Zürich zur Leistungsauftragserweiterung auf die Altersgruppe über 65 Jahre entgegenzunehmen. Dies stellt einen wichtigen Meilenstein für die Versorgung im Kanton Zürich dar, da damit erstmals auch Patientinnen und Patienten ab 65 Jahren Zugang zur spezialisierten Suchtbehandlung erhalten. Angesichts der demografischen Entwicklung gewinnt dieses Angebot zusätzlich an Bedeutung. Andererseits konnten wir 2025 im ambulanten Bereich am Standort Zürich keine ausserkantonal wohnhaften Patientinnen und Patienten mehr zur Behandlung aufnehmen – weder in der Tagesklinik noch im Ambulatorium. Hintergrund ist die fehlende Finanzierung durch andere Kantone im ausserstationären Setting: Beide Angebote können nur mit den Beiträgen des Kantons Zürich aufrechterhalten werden, während entsprechende Beiträge anderer Kantone fehlen, wenn dort wohnhafte Patientinnen und Patienten in Zürich behandelt werden.
Aus fachlicher Sicht wäre eine solche Behandlung in vielen Fällen angezeigt, ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen jedoch nicht möglich. Dadurch entsteht eine strukturell bedingte Ungleichbehandlung im Zugang zu notwendiger spezialisierter Weiterbehandlung. Dies bedeutet für Patientinnen und Patienten, die nach einem stationären Aufenthalt eine spezialisierte Nachbehandlung benötigen, eine strukturell bedingte Ungleichbehandlung im Zugang zu geeigneten Anschlussangeboten. Der Zugang zur Weiterbehandlung hängt damit nicht allein vom medizinischen Bedarf, sondern auch vom Wohnort ab.
Entsprechende Lösungen zur Finanzierung werden aktiv mit den anderen Kantonen gesucht.

Erweiterung der ambulanten Behandlungskapazitäten am Standort Zürich

Unabhängig von diesen strukturellen Herausforderungen konnte der Ausbau des Ambulatoriums am Standort Zürich weiter vorangetrieben werden. Am Standort Zürich konnte die Forel Klinik ab Ende 2024 zusätzliche Räume mieten und so das Ambulatorium um sechs zusätzliche Therapeutenstellen (Ärztinnen und Psychologen) erweitern. Dies erlaubt es unserem Ambulatorium, im Verlauf des Jahres 2025 die Behandlungskapazitäten fast zu verdoppeln und Wartelisten abzubauen. Als Teil der Erweiterung wurde auch die Leitung des Ambulatoriums um eine therapeutische Leitung verstärkt, sodass nun ein Team aus zwei Oberärzten und einer therapeutischen Leitung das Ambulatorium führt. Aus Anlass dieser Erweiterung führten wir am 26. Februar 2025 einen Zuweiseranlass durch, an dem das Team der Tagesklinik und des Ambulatoriums das Angebot und die Räume zuweisenden Fachpersonen vorstellten.

Forum Sucht und Drogen – Kompetenzverbund für suchtmedizinische Fortbildung

Unter dem Titel «Forum Sucht und Drogen» führen die drei Fachinstitutionen Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, ARUD Zürich und das Kompetenzzentrum Suchtmedizin des Stadtärztlichen Dienstes Zürich seit langem ein Fortbildungsprogramm für angehende Suchtmedizinerinnen durch. 2025 wurde die Forel Klinik als vierte suchtmedizinische Fachinstitution in den Kreis der organisierenden Institutionen aufgenommen. Voraussichtlich 2027 wird die Forel Klinik am Standort Zürich Austragungsort der Fortbildungsreihe sein, die sich an Fachpersonen aller Berufsgruppen richte

Psychedelika in der Suchtbehandlung – Start und Weiterentwicklung des Programms

Im September 2025 startete die Forel Klinik ein Programm zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Suchterkrankungen mittels psychedelischer Substanzen. In der Schweiz ist es seit 2014 möglich, vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) Spezialbewilligungen zu erhalten, um ausgewählte Patienten mittels Psychedelika zu behandeln. Diese Behandlungen werden zurzeit weltweit beforscht und stellen eine vielversprechende zusätzliche Behandlungsoption dar, vor allem in Fällen von schweren und langjährigen Krankheitsverläufen. Die ersten Behandlungen mit Psilocybin verliefen positiv und unkompliziert. 2026 wird das Programm weitergeführt und auf weitere Patientinnen und Patienten ausgeweitet.

SIWF-Visitation 2025 mit höchster Anerkennung

Im April 2025 wurde die Forel Klinik als Weiterbildungsstätte für angehende Psychiaterinnen und Psychiater von einem Visitationsteam des Schweizerischen Instituts für Weiter- und Fortbildung (SIWF) der FMH besucht und überprüft. Das Resultat der Visitation war positiv und der Forel Klinik wurde die Weiterbildungsberechtigung für Psychiatrie und Psychotherapie der Abhängigkeitserkrankungen der höchsten Kategorie A zuerkannt.

Fachliche Präsenz am Jahreskongress Suchtmedizin

Im November besuchte eine Delegation der Forel Klinik den Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin in Leipzig. Im Rahmen eines Symposiums stellte die Vertretung der Forel Klinik das integrative Behandlungskonzept unserer Behandlungskette vor.

Durchführung der Facharztprüfung Psychiatrie und Psychotherapie 2025

Im Mai 2025 fand wie schon im Vorjahr die Facharztprüfung für Psychiatrie und Psychotherapie am Standort Zürich statt. 15 Expertinnen und Experten prüften über 40 Kandidierende in den Räumen der Forel Klinik am Sihlquai 255.

Projekt Piano – Neuer Therapieplan und vereinheitlichte Wochenstrukturen im MTB

Mit dem Projekt „Piano“ wurde im medizinisch-therapeutischen Bereich ein umfassender Struktur- und Inhaltsentwicklungsprozess umgesetzt, der die therapeutischen Angebote klinikübergreifend neu ordnet und mit vereinheitlichten betrieblichen Abläufen verbindet. Ziel war es, individualisierte und gleichzeitig ausfallsichere Therapieplanung zu ermöglichen, die interprofessionelle Zusammenarbeit zu stärken und die Patientinnen und Patienten systematisch in die Behandlungsplanung einzubeziehen. Kernstück bildet der neue klinikübergreifende Therapieplan mit phasenbezogenen Gruppenangeboten sowie transdiagnostischen Themengruppen, ergänzt durch stationsbezogene und indikative Therapien. Mit der Einführung der interdisziplinären Fokusplanung (IDF) wurde ein zentrales Steuerungsinstrument etabliert, das therapeutische Entscheidungen gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten trägt. Gleichzeitig wurden Organisationsstrukturen vereinfacht und digitale Planungsinstrumente weiterentwickelt. Das Projekt „Piano“ stellte einen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand für viele Mitarbeitende dar, der weitgehend parallel zum laufenden Klinikbetrieb erbracht wurde. Der erfolgreiche Go-live im September 2025 markiert einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung einer modernen, integrativen und partizipativen Suchtbehandlung.

Motivational Interviewing – Klinikweite Stärkung einer gemeinsamen therapeutischen Haltung

Im Sommer 2025 startete die Forel Klinik ein klinikweites Schulungsprogramm in Motivational Interviewing (MI). Unter der Leitung von Roger Mäder, ehemaliger Geschäftsführer von FOSUMOS, wurden zweitägige Fortbildungen angeboten, die sich bewusst an Mitarbeitende aller Berufsgruppen richteten – auch über den therapeutischen Bereich hinaus.
Motivational Interviewing wurde dabei nicht nur als wirksame therapeutische Methode vermittelt, sondern auch als grundlegende Haltung für Zusammenarbeit, Führung und Veränderungsprozesse verstanden. Der Fokus lag auf wertschätzender Kommunikation, Förderung von Eigenmotivation sowie konstruktivem Umgang mit Ambivalenzen.
Bis Ende des zweiten Quartals 2026 werden insgesamt zehn Schulungen durchgeführt sein, an denen rund 160 Mitarbeitende teilgenommen haben. Damit leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zur gemeinsamen fachlichen Sprache und zur weiteren Qualitätsentwicklung der Behandlungskultur in der Forel Klinik.

Erstes Supervisorentreffen – Stärkung der fachlichen Vernetzung

Im September 2025 fand erstmals ein standortübergreifendes Treffen der externen Supervisorinnen und Supervisoren der Forel Klinik statt. Diese wichtigen fachlichen Begleiterinnen und Begleiter wurden eingeladen, um sich persönlich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame inhaltliche Schwerpunkte der Supervisionsarbeit zu reflektieren.
Der offene Dialog zu therapeutischen Haltungen, methodischem Vorgehen und aktuellen Herausforderungen wurde von allen Beteiligten als sehr bereichernd erlebt. Gleichzeitig bot das Treffen Gelegenheit, die strategische Ausrichtung der Klinik im medizinisch-therapeutischen Bereich transparent zu machen und weiterzuentwickeln. br> Das erste Supervisorentreffen bildete den Auftakt für künftig regelmässig stattfindende Austauschformate, mit dem Ziel, die enge Zusammenarbeit mit externen Fachpersonen nachhaltig zu stärken und die Qualität der Supervision weiter auszubauen.

Standortübergreifende Traumatherapieschulung – Narrative Expositionstherapie im MTB

Im Herbst 2025 wurde im medizinisch-therapeutischen Bereich eine zweitägige klinikweite Fortbildung im traumatherapeutischen Verfahren der Narrativen Expositionstherapie (NET) durchgeführt. Die Schulung richtete sich an Therapeutinnen und Therapeuten aller Standorte und verfolgte das Ziel, traumatherapeutische Kompetenzen systematisch zu vertiefen.
Die Weiterbildung unterstützt den integrativen Behandlungsansatz der Forel Klinik, der Suchterkrankungen und traumatische Belastungen nicht sequenziell, sondern parallel und miteinander verzahnt bearbeitet. Neben theoretischen Grundlagen standen praxisnahe Übungen und Fallbeispiele im Zentrum. Mit der Schulung wurde ein weiterer wichtiger Schritt unternommen, um traumasensitives und traumafokussiertes Arbeiten im klinischen Alltag zu verankern und die therapeutische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit komplexen Belastungsgeschichten nachhaltig zu stärken.

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Abschluss im Rahmen des Budgets aber Ertragslage nicht nachhaltig

Im Geschäftsjahr 2024 wurde eine EBIT-Marge von 0.1% (Vorjahr 6.1%) und eine EBITDA-Marge von 2.8% (Vorjahr 9%) erzielt. Wir schliessen somit das Geschäftsjahr – wie budgetiert – mit einem Ergebnis knapp über Null ab. Dies, weil es gelungen ist, das erste Teilprojekt zur Erneuerung des Klinikareals sowie andere Projekte wie geplant umzusetzen und gleichzeitig die annähernde Vollbesetzung des Klinikpersonals sicherzustellen. So sehr wir uns über das Erreichte in 2024 freuen, so deutlich wird auch, dass die – im Benchmark immer noch sehr tiefen – aktuellen stationären wie auch die ambulanten Tarife künftig nicht ausreichen werden, um den Regelbetrieb samt den nötigen Erneuerungen, sei es bspw. baulich oder in Bezug auf die Digitalisierung, langfristig finanzieren zu können. Eine Tarifanpassung ist daher unumgänglich.

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Betriebliche Kennzahlen

 
31.12.2023
31.12.2024
31.12.2025
Pflegetage stationär
34’252
34’454
33’426
Betten
102
102
102
Durchschnittlicher Aufenthalt (Tage)
53
52
50
Behandlungstage Tagesklinik
9’535
9’876
11’071
Konsultationen Ambulatorium
5’199
7’068
9’161
Stellen/Mitarbeitende
 
 
 
– Anzahl Mitarbeitende per 31.12.
174
178
191
– Vollzeitäquivalent (FTE)
137.03
139.8
145.1

Organe der Forel Klinik per 31.12.2025

Verwaltungsrat

v.l.n.r.:
Daniel Schmutz, Lic. rer. publ., Selbständiger Berater und Verwaltungsrat
Dr. med. Toni Berthel, Psychiater, Suchtmediziner, selbstständig, Winterthur und Küsnacht
Prof. Dr. Urs Brügger, Beratungen im Gesundheits- und Bildungswesen, Präsident
Dr. iur. Roger Dürr, CEO Equatex AG
Dr. phil. Regine Strittmatter, Direktorin Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule
Thomas Straubhaar, lic. rer. pol., Gesundheitsökonom und Interimsmanager

Geschäftsleitung

Nanda Samimi, CEO
Patrick Bürli, CFO
Dr. sc. ETH Christian Lorenz, Leitung Medizinisch-Therapeutischer Bereich
PD Dr. med. Thomas Maier, Ärztliche Leitung
Franz Rüegg, Leitung Betriebe
Friedrich von Gadow, Leitung Human Resources

Revisionsstelle

Provida AG, Frauenfeld

Der Verwaltungsrat v.l.n.r.: Daniel Schmutz, Dr. med. Toni Berthel, Dr. Urs Brügger, Dr. iur. Roger Dürr, Dr. phil. Regine Strittmatter, Thomas Straubhaar, lic. rer. pol.

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Dr. Susanne Rösner, Leitung Forschung

Von etablierten Schwerpunkten zu innovativen Praxisimpulsen

Die in den Vorjahren etablierten Forschungsthemen und -methoden konnten im Jahr 2025 erfolgreich weitergeführt und mit innovativen und praxisrelevanten Ansätzen verknüpft werden. Ein zentraler Fokus der Review- und Sekundärforschung lag weiterhin auf pharmakologischen Ansätzen der Rückfallprophylaxe. Neben der Aktualisierung der Evidenz zu etablierten Anticraving-Substanzen wurden auch neuere Interventionen berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem GLP-1-Rezeptoragonisten, die über ihre Anwendung in der Adipositastherapie hinaus zunehmend auch im suchtmedizinischen Kontext diskutiert werden, sowie psychedelische Substanzen wie LSD und Psilocybin, die in aktuellen Studien vielversprechende Effekte in der Behandlung psychischer Störungen zeigen (Rösner & Soyka 2025). Die in den Vorjahren etablierten Forschungsthemen und -methoden konnten im Jahr 2025 erfolgreich weitergeführt und mit innovativen und praxisrelevanten Ansätzen verknüpft werden.

Ein zentraler Fokus der Review- und Sekundärforschung lag weiterhin auf pharmakologischen Ansätzen der Rückfallprophylaxe. Neben der Aktualisierung der Evidenz zu etablierten Anticraving-Substanzen wurden auch neuere Interventionen berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem GLP-1-Rezeptoragonisten, die über ihre Anwendung in der Adipositastherapie hinaus zunehmend auch im suchtmedizinischen Kontext diskutiert werden, sowie psychedelische Substanzen wie LSD und Psilocybin, die in aktuellen Studien vielversprechende Effekte in der Behandlung psychischer Störungen zeigen (Rösner & Soyka 2025).

Die Wirksamkeit psychedelischer Substanzen war zudem Gegenstand der Primärforschung. So wurden auf der Grundlage aktueller Hypothesen zu den Wirkmechanismen psychedelischer Substanzen Erhebungsinstrumente entwickelt, welche die Psilocybin-Behandlungen an der Forel Klinik prospektiv begleiten. Neben standardisierten Skalen werden auch narrative Patientenberichte erfasst, um neben quantifizierbaren Veränderungen auch zentrale Dimensionen des subjektiven Erlebens und deren Bedeutung für therapeutische Veränderungsprozesse abzubilden.

Das subjektive Erleben der Patientinnen und Patienten steht auch im Fokus der Studie zur patientenorientierten Alkoholtherapieforschung (PAT-F). Ziel der in Kooperation mit der ZHAW durchgeführten Studie ist es, ihre Erfahrungen und Bedürfnisse besser zu verstehen und für die verbesserte Planung und Umsetzung therapeutischer Massnahmen, deren Rahmenbedingungen und Ergebnisse zu nutzen.

Inzwischen konnte die Datenerhebung für die erste Studienphase abgeschlossen und die Daten von 141 Patientinnen und Patienten in die Analysen einbezogen werden. Umfang und Qualität der Rückmeldungen zeigen ein hohes Engagement der Teilnehmenden, darüber hinaus verdeutlichen sie die besondere Erfahrungsexpertise Betroffener und den hohen Erkenntniswert ihrer Sichtweise. Wie die Ergebnisse der Analysen zeigen, nehmen sie die Rahmenbedingungen, Inhalte und Methoden der stationären Alkoholentwöhnung nicht nur differenziert und wertschätzend wahr, sondern setzen ihre Erfahrungen auch systematisch in Beziehung zu ihrer individuellen Krankheits- und Therapiegeschichte.

Dabei erweisen sich neben den Skalenwerten insbesondere die qualitativen Daten als besonders wertvoll, die es Patientinnen und Patienten erlauben, ihr Erleben in eigene Worte zu fassen. Auch wenn die Auswertung qualitativer Daten mit einem erhöhten zeitlichen und methodischen Aufwand verbunden ist, geben die Ergebnisse Einblicke in das subjektive Erleben, die sich über objektive Kennzahlen oder standardisierte Skalen nicht abbilden lassen. Auf diese Weise werden Stärken und Entwicklungsfelder der Behandlung sichtbar, die für die Weiterentwicklung der therapeutischen Praxis von hoher Relevanz sind.

Die Ergebnisse der ersten Studienphase werden in einem Zwischenbericht zusammengefasst und im Sinne eines iterativen Forschungsdesigns zur Ableitung von Themen genutzt, die in der zweiten Phase durch Anschlussfragen vertieft werden. So entsteht durch die Zusammenführung quantitativer und qualitativer Daten und deren Einbettung in ein iteratives Forschungsdesign sukzessiv und nachhaltig eine wichtige Grundlage für kontinuierliche Verbesserungsprozesse, die unterschiedliche Perspektiven verbinden und den partnerschaftlichen Dialog zwischen Patientinnen, Patienten und Behandelnden nachhaltig stärken.

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Lehrveranstaltungen, Vorträge, Kongressbeiträge, Publikationen 2025

Lehrveranstaltungen (universitär & Postgraduiertenstufe)

Maier T (2025) Psychodynamische, psychoanalytische und tiefenpsychologische Therapieverfahren. Vortrag im Rahmen des 21. Facharzt-Vorbereitungsseminars «Psychiatrie in vier Tagen», Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, online, 14.01.2025

Maier T (2025) Migration aus psychoanalytischer Sicht. Theorie und Praxis. Kursblock im Rahmen des DAS/MAS Ärztliche Psychotherapie 2022-2025, Universität Zürich, 07.03.2025

Lorenz C (2025) Integrative Psychotherapie bei Abhängigkeitserkrankungen. Kursblock im Rahmen der Ausbildung Psychologische Psychotherapie, Akademie für Verhaltenstherapie und Methodenintegration, 29./30.03.2025

Maier T (2025) Psychoanalytische Psychotherapie. Kurs im Rahmen des Mantelstudiums Ärztliche Psychotherapie, Medizinische Fakultät der Universität Zürich (Vorlesung Nr. 4683), 15.04.2025

Maier T (2025) Psychologische, emotionale, interpersonelle und kulturelle Aspekte der Risikokommunikation, Theorie der Diagnose, Praxis der Gesprächsführung im klinischen Alltag. Vorlesung im Rahmen des Mantelstudiums Kommunikation von Nutzen und Risiken, Medizinische Fakultät, Universität Zürich (Vorlesung Nr. 4673), 13.05.2025

Maier T (2025) Einführung in die psychoanalytische Psychotherapie. Kursblock im Rahmen des DAS/MAS Ärztliche Psychotherapie, Universität Zürich, Zürich, 16.05.2025

Maier T (2025) Psychoanalytische Psychotherapie. Kurs im Rahmen des Mantelstudiums Ärztliche Psychotherapie, Medizinische Fakultät der Universität Zürich (Vorlesung Nr. 2755), 04.11.2025

Maier T (2025) Psychologische, emotionale, interpersonelle und kulturelle Aspekte der Risikokommunikation, Theorie der Diagnose, Praxis der Gesprächsführung im klinischen Alltag. Vorlesung im Rahmen des Mantelstudiums Kommunikation von Nutzen und Risiken, Medizinische Fakultät, Universität Zürich (Vorlesung Nr. 2733), 18.11.2025

Lüchinger A, Müller S, Müller A, Thörig K (2025) Kurse in Problemorientiertem Lernen anhand von Fallbeispielen (POL-Kurse). Postgraduiertenweiterbildung für Assistenzärztinnen und -ärzte, Weiterbildungsverein Psychiatrie und Psychotherapie Zürich, Zentral-, Nord- und Ostschweiz, Zürich, 01.04.2025, 08.04.2025, 15.04.2025, 23.10.2025, 30.10.2025, 06.11.2025

Bosshart B, Lüchinger A, Möller L, Müller S, Müller A, Thörig K (2025) Von Hühnern und Eiern: Abhängigkeitserkrankungen und ihre psychiatrischen Komorbiditäten. Dezentraler Kurs im Rahmen der Postgraduiertenweiterbildung für Assistenzärztinnen und -ärzte, Weiterbildungsverein Psychiatrie und Psychotherapie Zürich, Zentral-, Nord- und Ostschweiz, Zürich, 06.05.2025, 13.05.2025, 20.05.2025

Fachvorträge

Maier T (2025) Hoarding: Symptom, Syndrom, Diagnose? Vortrag im Rahmen der internen Fortbildung. Forel Klinik, Ellikon, 28.01.2025

Maier T (2025) “Mother’s little helper”: Benzodiazepine – Wirkungen und Nebenwirkungen. Vortrag beim Forum Suchtmedizin Ostschweiz (FOSUMOS) Wil, 12.02.2025

Maier T (2025) Psychotherapie der Abhängigkeitserkrankungen. Vortrag im Rahmen der Fortbildungsreihe, Triaplus, Klinik Zugersee, Oberwil, 20.02.2025

Maier T, Müller A, Bossart B, Lüchinger A, Lorenz C (2025) Wege aus der Sucht. Vorstellung der Angebote der Forel Klinik. Vortrag am Eröffnungsanlass neues Ambulatorium Sihlquai, Forel Klinik, Zürich, 27.02.2025

Maier T (2025) Suchterkrankungen und Komorbidität – Psychiatrische Krankheitsbilder in der Suchthilfe. Interne Fortbildung, Stiftung Suchthilfe, St. Gallen, 13.03.2025

Maier T (2025) Sucht und Trauma – Theorie, Diagnostik, Behandlung, Fortbildungstag Fachverband Sucht (FS), Zürich, 02.04.2025 & 04.09.2025

Lorenz C (2025) C-BASP – Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy. Vortrag im Rahmen der internen Fortbildung. Forel Klinik, Zürich, 08.04.2025

Rösner S (2025) PAT-F: Patientenorientierte Alkoholtherapieforschung (PAT-F): Erste Ergebnisse und Diskussion. Vortrag im Rahmen der internen Fortbildung. Forel Klinik, Ellikon, 29.04.2025

Maier T (2025) Die schwarzen Brüder: Sucht und Trauma. Vortrag am Swiss Addiction Training Day (SADT), Swiss Society of Addiction Medicine, Fribourg, 16.05.2025

Maier T (2025) Trauma, Schmerz und Migration. Vortrag bei der Arbeitsgruppe Chronischer Schmerz der Schweizerischen Akademie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM), Aarau, 26.05.2025

Maier T (2025) Sucht und Trauma. Vortrag beim Forum Suchtmedizin Ostschweiz (FOSUMOS), Herisau, 25.06.2025

Maier T (2025) Kultursensible Handlungsstrategien. Online-Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Weibliche Genitalbeschneidung im Kanton Zürich“. Kantonsärztlicher Dienst des Kantons Zürich & Anlaufstelle für weibliche Genitalbeschneidung des Kantons Zürich, 11.09.2025

Lüchinger A (2025) Angebote der Forel Klinik. Vortrag bei PsychCentral, Ambulatorium für Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich, 14.10.2025

Lüchinger A, Thörig K (2025) Tagesklinik Zürich, "mitten im Leben", Vortrag bei der Integrierten Suchthilfe Winterthur (ISW), Winterthur, 12.11.2025

Lorenz C (2025) Umgang mit Suchterkrankungen in der allgemeinpsychiatrischen Tagesklinik. Vortrag bei der Psychiatrie Baselland. 12.11.2025

Müller A (2025) Das Angebot der Forel Klinik, Übertrittsmanagement, Indikationen. Vortrag bei den Psychiatrischen Diensten Aargau (PDAG), Königsfelden, 20.11.2025

Müller A (2025) Kokain-Substitution: Was gibt es Neues? Online-Vortrag beim Forum Suchtmedizin Ostschweiz (FOSUMOS), 20.11.2025

Lorenz C (2025) Abhängigkeit integrativ behandeln – multiprofessionell, multiperspektivisch: Ansätze der Forel Klinik. Vortrag beim Fachverband Sucht, Arbeitsgruppe Stationäre Therapien im Alkoholbereich. 20.11.2025

Maier T (2025) Alkoholentwöhnung: stationär, teilstationär, ambulant: Erfahrungen aus der Forel Klinik. Vortrag am Sanatorium Kilchberg, 11.12.2025

Kongressbeiträge

Sen V, Wieber F, Dellaney M, Maier T, Rösner S (2025) Therapielatenz und Beweggründe. Eine qualitative Analyse zur stationären Alkoholentwöhnung. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin 2025, München, 03.07. – 05.07.2025

Maier T, Rösner S (2025) Patientenorientierte Alkoholtherapieforschung (PAT-F): Integration der Patientensicht mit objektiven Indikatoren des Behandlungserfolgs in der stationären Alkoholentwöhnung. Vortrag am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) Basel, 18.09.2025

Lorenz C, Gamper D (2025) Finanzierung psychiatrischer und psychotherapeutischer Tageskliniken – Aktuelles vom H+/SMHC-Projekt. Vortrag am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für psychiatrische und psychotherapeutische Tageskliniken (SGPPT). Bern, 23.10.2025

Maier T, Semrau P, Müller S, Lüchinger A (2025) Abhängigkeit integrativ behandeln – multiprofessionell, multiperspektivisch: Ansätze der Forel Klinik. Symposium am Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin, Leipzig, 08.11.2025

Publikationen

Soyka M, Rösner S. (2025). Modern pharmacotherapy guidance for treating alcohol use disorders. Expert Opin Pharmacother Feb;26 (2):147-156

Rösner S, Soyka M (2025). Pharmakologische Rückfallprophylaxe bei Alkoholabhängigkeit: Etablierte Wirkstoffe und neue Ansätze. Leading Opinions Neurologie & Psychiatrie (3)

Sen V, Wieber F, Dellaney M, Maier T, Rösner S (2025). Beweggründe für eine stationäre Alkoholtherapie: Qualitative Analyse von Patientenfeedbacks. Suchtmedizin 27 (3): 169

Meier, J., Maier, T. (2025) Prädiktoren und Häufigkeit von Zwangsmaßnahmen in der Erwachsenenpsychiatrie: Eine retrospektive Analyse über vier Jahre. Psychiat Prax, DOI 10.1055/a-2574-7902

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Im Jahr 2020 sind wir Zeitzeugen eines Jahrhundertereignisses geworden. Innert kürzester Zeit hatten wir zu lernen, die Krise zu vergegenwärtigen sowie solidarisch und verantwortungsbewusst mir ihr umzugehen. Sie bescherte eine Reihe neuer Herausforderungen, löste Unsicherheiten und Ängste aus. Doch gemeinsam konnten wir sie meistern – dank dem grossen Engagement aller Beteiligten. Darüber hinaus konnten wichtige, in die Zukunft gerichtete Veränderungen «eingeläutet» werden, um auch den kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein.

Neuankommende in der Geschäftsleitung
Noch bevor zu erahnen war, was das Jahr bringen würde, konnten Ralf Pelkowski als neuer Medizinischer Direktor und Leitung der stationären Versorgung sowie Angelika Stuber als neue Leitung Human Resources in der Geschäftsleitung begrüsst werden. Kaum hatte ihre Einarbeitung begonnen, sahen sich beide mit der ungewöhnlichen Aufgabe in der unmittelbar gebildeten Taskforce konfrontiert, die Klinik und alle Mitarbeitenden an den damals noch drei Standorten sowie alle Patientinnen und Patienten in den verschiedenen Settings sicher durch die Pandemie zu führen. Das war ein Senkrechtstart.

Die Krise meistern
Angesichts der für alle unbekannten Situation um Covid-19 war ein umsichtiges, rasches und flexibles Handeln nötig. Den Ängsten und Sorgen um unser aller Gesundheit, Sicherheit, aber auch Freiheit war zu begegnen. Gleichzeitig galt es Wege zu finden, um dem Anspruch, die bestmögliche Behandlung für die Patientinnen und Patienten anzubieten, gerecht zu bleiben. Dies war ein ständiger Prüfstand. Die etablierten Behandlungsansätze, Arbeitsabläufe, Hygienemassnahmen und auch das Miteinander mussten immer wieder im Rahmen des sich wandelnden Schutzkonzeptes angepasst werden. Dies forderte von allen Beteiligten ein hohes Mass an Flexibilität, Toleranz und Einsatz. Die Taskforce konnte stets die nötige Sicherheit vermitteln und das Vertrauen im Umfeld erhalten.

Sicher auch mit einer Prise Glück ist es gelungen, während der Isolationsphase in der ersten Welle praktisch keine Therapieabbrüche zu verzeichnen und insgesamt eine gewohnt hohe Behandlungsqualität aufrecht zu erhalten. In der Stationären Versorgung zeigte sich trotz der besonderen Bedingungen der Pandemie ein unverändert hoher Bedarf an Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen. Die durchgehend hohe Auslastung und die zahlreichen Anmeldungen zeugten davon. Die Anzahl an Covid-19-positiv getesteten Personen war insgesamt marginal. Der Organisations- und Kommunikationsaufwand hingegen war horrend und sehr fordernd.

Erfreulicherweise war mitten in der Pandemie auch Forschung möglich: Während der ersten Welle konnte innert Kürze eine Covid-19-Studie unter Isolation der stationären Patientinnen und Patienten durchgeführt werden – die Ergebnisse liegen noch nicht abschliessend vor. Eine internationale Publikation wird derzeit vorbereitet.

Nanda Samimi, CEO, und Ralf Pelkowski, Medizinischer Direktor und Leitung Stationäre Versorgung

Klinikentwicklung im Fokus
Trotz aller Unwegsamkeit schritt die Entwicklung der Forel Klinik weiter voran. Das Anfang Jahr gestartete Projekt «one place» – der Ausbau des zweiten Stocks am Sihlquai und der Umzug des Ambulatoriums von der Tödistrasse dorthin – konnte bis im Sommer fast ungehindert abgeschlossen werden. Diese Zusammenlegung der Tagesklinik und des Ambulatoriums an einen Standort war ein wichtiger Meilenstein. Durch die entstandenen Synergieeffekte konnten die Ausserstationäre Versorgung weiter gestärkt und Räume für weitere Entwicklungen eröffnet werden. Mit der verbesserten Vernetzung und Kontinuität der stationären, intermediären und ambulanten Versorgung und der Einführung des modularen Therapiekonzepts in der Tagesklinik konnten erste Schritte umgesetzt und die Behandlungsqualität weiter gesteigert werden. Im Sinne «ambulant vor stationär» und im ständigen Bemühen einer qualitativen Entwicklung.

Mit der im Januar begonnenen Überarbeitung und schrittweisen Implementierung des neuen Qualitätssystems im Rahmen des Projekts «MTB Basic» wurde ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Klinik auf den Weg gebracht. Durch die damit verbundene gemeinsame kritische Reflexion sämtlicher Prozesse und Inhalte wurden erste Effizienzgewinne erzielt, Entwicklungsfelder identifiziert und besetzt. Wichtige Grundsteine für weitere Entwicklungen sind somit gelegt.

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Im Jahre 2023 haben wir uns intensiv mit unserer DNA befasst. Ausgehend vom statutarischen Zweck der Klinik und anhand des Leitbilds haben wir uns bewusst mit den gegenwärtigen Problemen und Herausforderungen im Gesundheitswesen auseinandergesetzt. Nach wie vor besteht unser wichtigstes Ziel in der Qualität des Therapieangebotes und in der Aufrechterhaltung der Forel Klinik als Kompetenzzentrum.

In diesem Sinne hat der Verwaltungsrat zusammen mit der Geschäftsleitung eine Strategieneubeurteilung vorgenommen. Dies hat zu einer Schärfung der strategischen Positionierung geführt. Effizienz und Qualität in der Behandlung, Wirtschaftlichkeit und unsere Stellung als attraktive Arbeitgeberin heissen die Themen. Die neue Strategie zeigt ausserdem Möglichkeiten auf, wie sich die

Finanzierungssituation der Klinik zur Umsetzung der notwendigen Entwicklungsthemen verbessern kann. Auf die innerhalb des Masterplans vorgesehenen grösseren Bauvorhaben hat der Verwaltungsrat verzichtet und dafür eine nach Prioritäten gestaffelte etappierte Infrastrukturplanung ausarbeiten lassen. Im Herbst dieses Jahres wurde der von der Geschäftsleitung erarbeitete mehrjährige Massnahmenkatalog mit einer finanziell etappierten Grobplanung genehmigt. Mit dem Verzicht auf finanzielle Langzeitverpflichtungen, die mit grösseren Bauprojekten regelmässig verbunden sind, ist der Forel Klinik auch viel Last von den Schultern genommen und lässt Möglichkeiten offen, in den Folgejahren Investitionen in notwendige Entwicklungsthemen zu tätigen.
Das erfreulich finanzielle Ergebnis, das wir im Bewusstsein der nicht realisierten Grossprojekte zu differenzieren wissen, rundet das Bild zu einem lebendigen und mit nachhaltigen Fortschritten verbundenen Berichtsjahr ab.
Im Juni waren Wechsel im Verwaltungsrat zu verzeichnen. Dr. med. Christoph Eberle trat nach neun Jahren aus dem Gremium zurück. Wir verdanken ihm den breiten chefärztlichen Blick in der Führung und stets eine deutliche Gewichtung der Kulturpflege. Mit Dr. phil. Regine Strittmatter und Dr. iur. Roger Dürr konnten zwei hervorragend qualifizierte Fachpersonen für eine Mitarbeit im Verwaltungsrat gewonnen werden. Weiterhin ist es uns gelungen, die Nachfolge der Ärztlichen Leitung mit PD. Dr. med. Thomas Maier zu besetzen, was für die Klinik ein ausgesprochener Glücksfall ist. Nach längerer Vakanz ist das ärztliche Kader mit der Chefarztposition nun wieder komplett.
Das Fundament unserer Klinik ist die Erfahrung und Spezialisierung. Der Erfolg entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Beteiligter. Rund 170 Mitarbeitende haben im vergangenen Jahr zu unserem positiven Ergebnis beigetragen. Sie alle sind Teil unseres wertvollen Fundamentes. Ich danke ihnen für ihre grossartige Leistung. Gemeinsam werden wir die gesetzten Ziele erfüllen.

Gitti Hug
Präsidentin des Verwaltungsrats

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Im Rahmen der in diesem Jahr von der Forel Klinik organisierten atf-Tagung im November 2019, die zum Thema «Nichtverbale Methoden in der Alkoholentwöhnung» stattfand, wurden Abhängigkeitserkrankungen vor dem Hintergrund impliziter und expliziter Prozesse diskutiert. Implizite und explizite Prozesse beschreiben voneinander abgrenzbare Formen der Informationsverarbeitung, die in unterschiedlichem Mass an der Ent-stehung bewusster Entscheidungen und automatisierter Handlungsten-denzen beteiligt sind. Während impli-zite Prozesse unbewusst, automati-siert und emotional gefärbt sind, sind explizite Prozesse bewusst, verbal präsentiert und zumeist logischen Gesetzen folgend.

Abhängigkeitserkrankungen sind wie kaum eine andere Form psychischer Störungen vom Antagonismus beider Systeme geprägt: Während Automatismen und Impulse des impliziten Systems auf Konsum «drängen», versucht das explizite System, einem Konsum durch Willensanstrengung entgegenzuwirken. Die besondere motivationale Herausforderung ergibt sich aus der relativen Dominanz impliziter Prozesse, zu deren Entstehung auch neurobiologische Veränderungen beigetragen haben. So kommt es im Laufe einer Abhängigkeitsentwicklung zu Anpassungsprozessen in verschiedenen Transmittersystemen des Gehirns, die für die Regulierung von Motivation, Lernen und Gedächtnis verantwortlich sind. Die Sensibilisierung dopaminerger Neurone im mesolimbischen System geht mit einer Steigerung des Anreizwerts von Alkohol einher, die auf subjektiver Ebene als übermächtiges Verlangen (Craving) wahrgenommen wird, das mit der Absicht, den Konsum einzuschränken, in Konflikt gerät (Berridge 2016; Stacy 2010; Robinson 2001).

Inzwischen mehren sich Hinweise aus der Forschung, die zeigen, dass eine übermässige Fokussierung von Absichten zur Störung selbstregulierender Prozesse bis hin zum Zusammenbruch der kognitiven Kontrolle beitragen kann (Erskine 2010; Garland 2012a; Heatherton 2011). Durch ein ständiges Kreisen der Gedanken um den Vorsatz «Ich darf nicht mehr an Alkohol denken» kann eine Absicht sogar ins Gegenteil umschlagen. Wie verschiedene Experimente zur Gedankenunterdrückung (z. B. «Weisser-Bär-Experiment») zeigen, drängen sich «verbotene» Gedanken im Sinne paradoxer bzw. «ironischer Prozesse» (Wegner 1998) fast zwanghaft auf. Eine hohe Absichtsrelevanz kann das Auftreten widersprüchlicher Reaktionen zusätzlich verstärken.

Was lässt sich daraus für die therapeutische Praxis schlussfolgern? Die Abkehr von Zielen und Absichten oder der Verzicht auf eine verbale Vermittlung therapeutischer Inhalte sind sicher keine praktikablen Lösungen – denn Ziele geben die Richtung von Veränderungsprozessen vor, und verbal orientierte Methoden bilden die Grundlage für die Planung von Veränderungen.

 

Susanne Rösner, Leitung Forschung

Implizite und explizite Methoden
Um einer kognitiven Überkontrolle vorzubeugen, ist vielmehr ein ausgewogenes Verhältnis zwischen impliziten und expliziten Methoden in der Alkoholentwöhnung anzustreben. Die auf der atf-Tagung präsentierten achtsamkeitsbasierten und hypnotherapeutischen Ansätze erscheinen in besonderer Weise geeignet, verbal orientierte Strategien zu ergänzen. Im Rahmen hypnotherapeutischer Verfahren werden Teile des expliziten Systems gezielt «heruntergefahren», um implizite Prozesse zu stärken. Aber auch ein körperbezogener oder handwerklich-manueller Zugang, wie er durch Sport-, Bewegungs- und Ergotherapie gefördert wird, kann ein wirksames Gegengewicht zu den verbal orientierten Verfahren der Psychotherapie bilden.

Ein weiterer impliziter Wirkfaktor dürfte im geschützten Rahmen der stationären Alkoholentwöhnung liegen. Denn die Erfahrung abhängiger Patienten, dass Abstinenz un-ter kontrollierten Bedingungen möglich ist, trägt implizit zur Erhöhung und zur Stabilisierung der Selbstwirksamkeitserwartung bei. Was dem Patienten anfangs unmöglich erscheint, wird durch den geschützten Rahmen des stationären Settings jeden Tag erreichbarer. Abstinenz wird so nicht mehr nur als angestrebtes Ziel, sondern als wahrgenommene Zielerreichung und Ausdruck der eigenen Wirksamkeit erlebt. Die Infragestellung der Zielerreichung («Werde ich es schaffen?») wird dabei nach und nach durch Gewissheit («Ich schaffe es») abgelöst. Zusätzlich zu den selbstwirksamkeitsstabilisierenden Effekten einer erfolgreichen Handlungskontrolle dürften bei kontinuierlicher Abstinenz auch lerntheoretische Prozesse der Löschung zur impliziten Vermittlung therapeutischer Effekte beitragen. Gemeinsam ist diesen Prozessen, dass deren Wirkung implizit und damit ohne bewusste Reflexion der vermittelnden Prozesse stattfindet. 

Durch die Ergänzung impliziter und expliziter Therapieformen kann es gelingen, Patienten auf ihrem Weg aus der Abhängigkeit optimal zu unterstützen. Denn die Kombination settingbezogener, impliziter und expliziter Wirkeffekte dürfte nicht nur einer kognitiven Überkontrolle vorbeugen, sondern letztlich durch Synergieeffekte auch eine deutliche Steigerung der therapeutischen Effekte bewirken.

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Zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 hat uns das Erreichen eines nachhaltigen Tarifniveaus für unsere Angebote und die langandauernde Verhandlungsphase noch sehr beschäftigt. Es ist uns damit gelungen, uns diesem Ziel weiter anzunähern. Die Auslastung der etablierten Angebote stationär (93%) und tagesklinisch (83%) erwies sich als gutes Ergebnis. Im medizinisch-therapeutischen Bereich sind Vorprojekte umgesetzt worden, die der Weiterentwicklung unserer Angebote über alle Settings dienen. In der Tagesklinik wurde das Halbtagesprogramm nach ersten Einführungsmonaten weiter geschärft. Erneut durften wir erfreulich gute Resultate aus der Patientenzufriedenheitsumfrage entgegennehmen. Die damit verbundenen Hinweise auf Verbesserungspotenzial sind für den stetigen Qualitätserhalt unabdingbar, damit wir unsere 130-jährige Erfolgsgeschichte fortschreiben können.

Tarifverhandlungen
Im Vordergrund des Geschäftsjahres 2019 – dem 130-jährigen Bestehen der Forel Klinik – stand das Erreichen eines nachhaltigen Tarifniveaus für unsere Angebote. Das neue Tarifmodell TARPSY, welches An-fang 2018 mit einer zweijährigen Übergangsphase für den stationären Bereich eingeführt wurde, konnte sich nach diversen Umstellungsschwierigkeiten in diesem Geschäftsjahr stabilisieren. Dennoch bleibt das noch junge TARPSY-System für uns Leistungserbringer auch nach der Einführungsphase eine Herausforderung hinsichtlich unvollständiger Leistungsabbildungsstrukturen und der dazu notwendigen Dokumentationstiefe. Hierbei ist die Balance in der Weiterentwicklung des Finanzierungssystems zu finden, zwischen dem Grad an Ausdifferenzierung der Leistungsabbildung und dem im Gegenzug dabei entstehenden administrativen Aufwand. Es ist uns in Anbetracht der ungewöhnlichen Herangehensweise gut gelungen, beinahe vollständig den betrieblich notwendigen Basisaufgaben nachzukommen. Wir dürfen stolz darauf sein. Nun müssen die Optimierungsarbeiten nach dem Go-live der Standardversionen angegangen werden, sodass wir die neuen Systeme noch effizienter und fehlerfrei nutzen können.

Gleichzeitig gestaltete sich die erneute Tarifverhandlung für das Jahr 2019 als sehr langwierig. Diese zogen sich bis in den Sommer, führten aber schliesslich zu einem befriedigenden Abschluss, so dass die infolge der unsicheren Tarifsituation zurückgestellten Projekte – wenn auch mit Verspätung – wieder vorangetrieben werden konnten. Im Spätsommer starteten bereits die nächsten Tarifverhandlungen für das Jahr 2020.

Nanda Samimi, CEO
Gitti Hug, Präsidentin

Gutes Ergebnis
Mit einer durchschnittlichen Belegung von 93% konnte in diesem Geschäftsjahr eine erfreuliche, kontinuierlich hohe Nachfrage für die stationäre Behandlung verzeichnet werden. Die Tagesklinik hat mit 83% Auslastung im Ganztagesprogramm das gesteckte Ziel erreicht. Insbesondere konnten wir einen markant besseren Jahresabschluss als budgetiert verzeichnen. Dieses erfreuliche Ergebnis gründet auf verschiedenen Effekten. Die lang andauernde Ertragsunsicherheit, verursacht durch die langwierigen Tarifverhandlungen, führte zu Minderausgaben. Es konnten nicht mehr alle Vorhaben bis Ende Jahr umgesetzt werden.

Zudem hat die befürchtete negative Tarifschwankung durch die weiteren Tarifsystemanpassungen im 2019 sich nicht so stark ausgewirkt. Zu guter Letzt erwirtschaftete unser Mitarbeiterfonds eine hohe Rendite.

 

Zusammenlegung Ambulatorium und Tagesklinik
Nebst der Hauptherausforderung eines möglichst gut geführten Finanzmanagements noch inmitten der Finanzstrukturetablierung wurde grosser Wert darauf gelegt, wichtige anstehende Entwicklungsprojekte für die Forel Klinik nicht zu vernachlässigen. So konnten die ersten Planungsarbeiten im Zusammenhang mit der Zusammenlegung von Ambulatorium und Tagesklinik vorwärtsgebracht werden. Die Standorte des Ambulatoriums und der Tagesklinik liegen relativ weit auseinander, was in personeller und organisatorischer Hinsicht aufwendig ist und zu Synergieverlusten führt. Diese auf die Länge unbefriedigende Situation rief nach einer Optimierung. Nachdem sich die Gelegenheit bot, am Standort der Tagesklinik weitere Mieträumlichkeiten zu übernehmen, wurde beschlossen, die beiden Standorte am Sihlquai 255 im 2020 zusammenzulegen.

Auch im medizinisch-therapeutischen Bereich sind Vorprojekte umgesetzt worden, die der Weiterentwicklung der Angebote stationär und tagesklinisch dienen. Konkretisiert werden diese im kommenden Jahr. Erste Anpassungen erfolgten im Berichtsjahr in Form von Pilotdurchführungen. Dabei ist der Fokus auf mehr Durchlässigkeit zwischen den Angeboten und mehr Flexibilität gelegt worden, sowohl stationär wie auch tagesklinisch. In der Tagesklinik wurde das Halbtagesprogramm nach ersten Einführungsmonaten weiter geschärft. Es bietet Patientinnen und Patienten neue Möglichkeiten, um den schrittweisen Übergang in ihren Alltag zu verbessern. Die Ergotherapie wurde im ausserstationären Bereich stärker ausgebaut und patientenorientierter gestaltet. Bereichernd empfinden wir die Zusammenarbeit mit der Klinikseelsorge, die noch vor der Adventszeit und den Feiertagen in Ellikon neu zustande kam.

Markus Bünter, Chefarzt a. i.